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CivicLab

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Methodik

Wie wir Teilnehmende auswählen — die geschichtete Stichprobe

Die häufigste Frage, die wir erhalten: „Warum kann man sich nicht einfach bewerben?" Kurz gesagt: Weil dann nicht der Bezirk käme, wenn jeder kommen könnte. So funktioniert stattdessen die Auslosung.

CivicLab-Redaktion InnoK Wissensmanagement-Institut
2025

Viele sind überrascht, wenn sich herausstellt: Für den Bürgerrat kann man sich nicht einfach bewerben und teilnehmen. Das ist kein Zufall. Wäre die Teilnahme freiwillig, käme, wer ohnehin eine starke Meinung hat und Zeit findet — und nicht der wahre Querschnitt des Bezirks.

01 Die Auslosung dreht die Logik um

Statt dass die Menschen uns suchen, suchen wir sie. Im jüngsten Prozess signalisierten fast fünfhundert Personen, dass sie gern teilnehmen würden — aus ihnen losten wir anonym, entsprechend den internationalen Methodiken die endgültigen Teilnehmenden aus.

02 Doch kein reiner Zufall — wir schichten

Eine reine Auslosung kann bei einer kleinen Stichprobe in die Irre führen. Deshalb schichten wir: Wir legen im Voraus fest, in welchem Verhältnis der Kreis den Bezirk widerspiegeln soll, und die Auslosung erfolgt innerhalb dieser Schichten. Die Auswahl berücksichtigt drei Faktoren:

  • Geschlecht — Frauen und Männer anteilig.
  • Altersgruppe — in acht Kategorien (18–25, 26–35, 36–45, 46–55, 56–65, 66–75, 75+).
  • Wohnort — nach den 18 Stadtteilen des Bezirks.

Das Ergebnis ist ein „Mini-Bezirk": einige Dutzend Menschen, die die Gemeinschaft statistisch abbilden — nicht die Fachleute, nicht die Aktivistinnen und Aktivisten, sondern der Bezirk im Kleinen.

Wozu dient die Auswahldatenbank?

Die Auswahldatenbank bildet die Grundlage der Auslosung: Aus ihr werden die Teilnehmenden nach den zuvor festgelegten Schichten gezogen. Wer nicht eingeladen wird, wurde nicht abgelehnt — es bedeutet lediglich, dass aus derselben Schicht eine andere Person ausgelost wurde.